Regeln zu Hochdruckgebieten

Hochdruckgebiete

In einem Hochdruckgebiet strömt die Luft immer im Uhrzeigersinn aus dem Hochkern heraus. Da die Luftmassen hier von oben her absinken, erwärmt sich die absinkende Luft und ihre relative Feuchte nimmt ab. Das führt zu Wolkenauflösungen. Daher sind Hochdruckgebiete meist von schönen Wetter gekennzeichnet. In der kalten Jahreszeit allerdings kann sich aufgrund von starker Ausstrahlung über dem Land die unterste Luftschicht stark abkühlen. Schließlich bildet sich eine Inversion; eine Temperaturumkehrschicht wo die Luft in Bodennähe kälter ist, als die in der Höhe. Dann bilden sich hier Nebel und Hochnebel. Über diesem herrscht dann aber bestes und sonniges Hochdruckwetter. Das Absinken hat sich hier also nicht bis in Bodennähe durchgesetzt, sondern endet in einigen hundert Metern Höhe über dem Erdboden.

Regel 1:
Kleine oder kalte Hochdruckgebiete wandern schneller als große oder warme.

Regel 2:
Zwischenhochs wandern in die gleiche Richtung und auch mit der gleichen Geschwindigkeit, wie die benachbarten Tiefs.

Regel 3:
Hochs sind auch kompliziert. Eine Prognose der Verlagerungsrichtung und -geschwindigkeit kann nur durch Computerberechnungen gemacht werden.

Regel 4:
Jede Kaltfront, die gegen ein Hoch anläuft, schwächt es etwas ab und schiebt das Hoch auch weiter zurück. Viele Kaltfronten hintereinander sind der Untergang eines Hochs.

Regel 5:
Ein festliegendes Hoch wird von kleineren Tiefdruckgebieten im Uhrzeigersinn umkreist.

Regel 6:
Bei Westlagen liegt ein Tiefausläufer meist nach 24 Stunden dort, wo das Zwischenhoch lag (Guilbert-Grossmann-Regel).

Alle Angaben ohne Gewähr!!!

Copyright: Mario Lehwald & Meteoworld.De