Regeln zur Bewölkung

Bewölkung

Auch die Beobachtung der Wolken sagt sehr viel über das kommende Wetter voraus, da die Wolken dynamische Prozesse in der Atmosphäre unmittelbar anzeigen. Bei ungestörten Hochdruckwetter hat die Bewölkung ihren typischen Tagesgang. Dieser Tagesgang der Bewölkung ist in den beiden unteren Tabellen zusammengefaßt:

Tagesgang der Bewölkung über Land
Sommer

Morgens wolkenloser Himmel; Mittags entstehen kleine Cumuluswolken, die am Nachmittag zahlreicher und mächtiger werden und abends wieder zusammenfallen. Nach Sonnenuntergang dann wolkenloser Himmel.

Frühjahr/Herbst

Morgens ist es meist neblig trüb; gegen Mittag bilden sich kleine Cumuluswolken, die am Nachmittag etwas mächtiger werden. Am Abend lösen sich diese wieder auf und es kommt zur Taubildung.

Winter

Durch die nur sehr geringe Sonneneinstrahlung kein Tagesgang der Bewölkung. Sie wird ausschließlich durch die aktuelle Wetterlage geprägt.

 
Tagesgang der Bewölkung über See
Sommer

Am Morgen wolkenloser Himmel, höchstens einzelne kleine Cumuluswolken. Gegen Mittag bilden sich kleine Cumuluswolken, die am Nachmittag etwas stärker ausgeprägt sind, aber deutlich weniger und kleinere Wolken als über Land. Am Abend fallen die Wolken zusammen, aber deutlich langsamer als über Land.

Frühjahr

Das kalte Wasser bietet wenig Verdunstung an, daher kein Tagesgang. Die meist wärmere Luft kühlt nachts ab und Nebel ist die Folge. Tagsüber löst die Sonne den Nebel auf. Bei Sonnenuntergang geht die Sicht wieder runter und später kommt wieder Nebel auf.

Herbst

Morgens dunkle und tiefhängende Wolken und Taubildung. Gegen Mittag löst sich diese Bewölkung auf und Cumuluswolken bilden sich. Da das Wasser noch sehr warm ist, wachsen die Cumuluswolken am Abend sogar noch an, wenn sich die Luft stark abkühlt.

Winter

Häufig sehr tief hängende Stratusdecke. Änderungen nur durch die aktuelle Wetterlage. sogar noch an, wenn sich die Luft stark abkühlt.

 

Regel 1:
Ist der Morgen trüb und grau, so folgt ein sonniger Tag.

Regel 2:
Hat die Bewölkung ihren typischen Tagesgang, so bleibt das schöne Wetter erhalten.

Regel 3:
Das Fehlen des Tagesganges der Bewölkung (siehe Tabellen oben) deutet auf eine Wetteränderung bzw. auf Fortdauer des unbeständigen Wetters hin.

Regel 4:
Schneller Bewölkungsaufzug aus einer Richtung, die stark von der Richtung des Bodenwindes abweicht, deutet auf rasche Wetterverschlechterung hin.

Regel 5:
Schneller Wolkenaufzug mit sinkender Wolkenuntergrenze, fallenden Luftdruck und zurückdrehenden und zunehmenden Winden deutet auf eine sich nähernde Warmfront hin.

Regel 6:
Altocumuluswolken am Morgen, die sich auftürmen (castellanus oder floccus) kündigen meist eine Gewitterfront in der zweiten Tageshälfte an.

Regel 7:
Wenn nach dem Durchzug einer Kaltfront sich die Bewölkung wieder verdichtet, der Luftdruck fällt und anschließend wieder Regen fällt, so ist eine Welle an dieser Front entstanden.

Regel 8:
Die maritime Standardwolke ist der Stratocumulus. Solange dieser Wolkentyp am Himmel steht bleibt das Wetter unverändert stabil.

Alle Angaben ohne Gewähr!!!

Copyright: Mario Lehwald & Meteoworld.De